Nach dem vielversprechenden Saisonauftakt in Hockenheim für unser Team, sind inzwischen drei Läufe absolviert worden. Oschersleben, auf dem Lausitzring und in Brands Hatch. Wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, und das Geschehene zusammenfassen. Es gab Höhepunkte und mentale Tiefen, mehr gibts nach dem Break.

Während es im 1. Saisonrennen des German Porsche Carrera Cup noch zwei Grids gab, entschloss sich die Ligaleitung, diese aufgrund der geringen Teilnehmerzahlen im 2. Grid zusammen zu legen. Das Punktesystem wurde dementsprechend für das Rennen in Oschersleben angepasst. Neu erhalten die ersten 25 Fahrer Punkte für die Meisterschaft, anstelle von den ersten 15, wie bisher. Somit waren über 30 Leute am Start. Durch die Grösse des Feldes gab es bei einigen Fahrern technische Probleme, welche im Nachhinein zu teils heftigen Diskussionen führten.

Chris gegen Uwe Rossmell in T1

Unsere beiden Piloten hatten Glück und wurden davon verschont. Im Quali erfuhr sich unsere Speerspitze Jörg Kormany den 7. Platz, Christian Ulrich ergatterte sich Startposition 13. Im 1. Lauf herrschte durch die grossen Teilnehmerzahl auf dem kurzen und engen Kurs in der Magdeburger Börde grosses Gedränge. Beide HPM-Fahrer kamen ziemlich gut durch die ganzen Turbulenzen. Jörg schaffte es mit dem 3. Platz sogar aufs Podium und war schon nach Rennen 1 sehr zufrieden.

Christian Ulrich beendete das Rennen von wo er gestartet war: 13. Platz. Im 2. Lauf schlug dann die grosse Sternstunde von Jörg Kormany. Unser Krefelder übernahm ziemlich rasch die Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab. Was ihm letzte Saison verwehrt blieb, klappte nun schon im 2. Saisonlauf.

Jörg gewinnt Lauf2 in Oschersleben

Kormany nach dem Rennen:

Super dass es endlich mal aufgegangen ist. Das Rennen lief einfach perfekt. Dieser Sieg gibt mir natürlich zusätzliche Motivation für den Rest der Saison.

Christian Ulrich rundete mit dem 9. Platz das tolle Teamergebnis ab und ich denke, in Taipeh wurde auch etwas gefeiert.

Das nächste Rennen fand nur unweit von Oschersleben statt, nämlich auf dem Lausitzring. Während sich Kormany auf das Rennen im Tempotempel freute, gruselte sich Ulrich vor diesem Lauf, erlebte er letztes Jahr doch ein ziemliches Debakel. Und er gruselte sich zu Recht, denn die Geschichte sollte sich wiederholen.

Die Start/Zielgerade des Lausitzrings... beeindruckend

Im Quali eroberte sich Jörg den 4. Platz, Christian kam auf den ansehnlichen 18. Platz. Aber noch vor T1 im 1. Lauf befand sich Christian ganz am Ende des Feldes. Ein anderer Fahrer drehte sich direkt vor ihm und zwar so unglücklich, dass Christian nichts anderes übrig blieb, als bis zum Stillstand abzubremsen und das ganze Feld vorbeiziehen zu lassen. Da war das Rennwochenende für den Schweizer bereits gelaufen. Mit P22 und P19 im 2. Lauf, fand er sich im hinteren Drittel des Feldes wieder.

Stau in T1/Runde 1, Chris ohne Verkehrsfunk mittendrin

Besser lief es für Jörg, der im 1. Lauf auf P5 und im 2. Lauf bereits wieder auf dem Treppchen stand. Mit P3 festigte er seinen Spitzenplatz in der Gesamtwertung und lag nur 4 Punkte hinter dem Spitzenreiter Florian Strauss. Auch in der Teamwertung stehen unsere Jungs auf dem ausgezeichneten 2. Zwischenrang.

Chris schnappt sich Uwe Berger am Lausitzring in T1

Aller guter Dinge sind Drei. Also gleich weiter zum nächsten Rennen. Dieses fand in England auf der traditionsreichen Strecke von Brands Hatch in der Grafschaft Kent statt. Ein sehr schneller hügeliger Kurs. Um hier schnell zu sein, braucht man „Big Balls“. Unsere beiden Fahrer fanden sich nach dem Quali auf den Positionen 7 und 21 wieder. Wer bisher immer sehr aufmerksam mitlas, kann sich selber ausrechnen, wer von den Beiden vorne lag.

Nur Fliegen ist schöner...

Die Rennen waren dann sehr turbulent und ereignisreich. Christian schlängelte sich ausgezeichnet zwischen vielen gestrandeten Fahrzeugen durch und krabbelte bis auf P14 nach vorne. Jörg erzielte zwar die drittschnellste Runde, war aber in einem Pulk von Fahrern eingeklemmt.  Mit dem sechsten Platz erzielte er aber immer noch ein gutes Resultat. Im 2. Lauf ging es für Kormany noch einen Platz nach vorne, Ulrich beendete das Rennen auf dem 12. Platz.

Florian Strauß gegen Jörg - das Duell um die Meisterschaft

Nach 4 von 9 Läufen zeigt Jörg, dass er seiner Ankündigung vor der Saison Taten folgen lässt und belegt den zweiten Rang. Nur 16 Punkte trennen ihn von einem der schnellsten Jungs im Simracing-Bereich der VR, nämlich Florian Strauß, der im GPCC für das Team Sim-Racing-Equipment antritt. Auf Platz 3 liegt Andreas Tübel vom Team FR-Club.

Das nächste Rennen bringt den GPCC-Tross wieder zurück nach Deutschland, genauer gesagt auf den Sachsenring.

Wer auf Statistiken steht, kann sich nachfolgend noch die Datenbanken zu Gemüte führen:
Fahrerwertung
Teamwertung

GPCC im Rückblick: Kormanys 1. Sieg und Ulrichs Achterbahnfahrt
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One thought on “GPCC im Rückblick: Kormanys 1. Sieg und Ulrichs Achterbahnfahrt

  • Interessant zu lesen. Glückwunsch an die Truppe. Ich schau immer mal wieder rein.

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